Weihnachten...
… kam für meinen Bruder 2009 ganz überraschend. Am 23.12. bekam ich einen Anruf, ob ich denn eigentlich schon ein Geschenk für unsere Mutter hätte? Ich konnte stolz antworten (und war es auch), dass meine Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr bereits alle gekauft und auch schon eingepackt waren. Mein Bruder druckste dann etwas rum und im Endeffekt kamen dann die beiden Fragen, die ich geahnt hatte „Hast Du eine Idee für ein Geschenk? Und kannst Du das noch holen?“ Wie Schwestern so sind (v. a. bei solchen Brüdern) hatte ich natürlich eine Idee und da ich meinem Bruder nur schwer etwas abschlagen kann, habe ich dann auch noch eingewilligt, es zu organisieren. Meine Mutter und ich haben einen sehr ähnlichen Büchergeschmack und sind die reinsten Leseratten. Mit einem Buch macht man bei ihr nie etwas verkehrt und wenn ich ein Buch kaufe, das mich interessiert habe ich mit 95% eine mehr als gute Trefferquote dass es ihr auch gefällt. Und da wir uns die Woche vorher noch über ein bestimmtes Buch unterhalten hatten, hatte ich auch schon direkt eine konkrete Idee.Also fuhr ich nach der Arbeit in die Stadt und betrat unsere kleine Buchhandlung. Dummerweise war „mein“ Buch vergriffen, so dass ich auf ein anderes ausweichen musste. Trotzdem fand ich ein spannendes Buch für sie. Natürlich packte ich es für meinen Bruder ein, und natürlich achtete ich auch darauf, nicht das Geschenkpapier zu nehmen, das ich für meine Mutter verwendet hatte. Schwesterchen denkt schließlich mit ;-).
Es kam der Tag der Tage, wir packten die Geschenke aus und ich achtete auf die Reaktion meiner Mutter, ob ihr das Buch meines Bruders denn auch gefiel. Das tat es, was mich wiederum ewas gefreut hat, wieder eine Bestätigung für unseren ähnlichen Geschmack. Ich packte daraufhin das Geschenk meiner Mutter an mich aus, dass es ein Buch war, konnte ich schnell erkennen. Aber als ich dann die Verpackung abmachte, habe ich erst gestutzt und dann angefangen schallend zu lachen. Meine Mutter hatte mir exakt das Buch geholt, dass ich ihr am 23. holen wollte, welches aber vergriffen war ;-).
Somit schmökern wir beide jetzt die Bücher, die wir uns gegenseitig geschenkt haben (auch wenn ihr das nicht so richtig bewusst ist), und sobald wir damit durch sind, leihen wir sie uns gegenseitig aus :-D.
Der Artikel wurde am 02.01.2010 von Ute veröffentlicht.
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